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150 Jahre Nadelwerk Ichtershausen

Mit dem Eintritt der DDR in die Wirtschafts – und Währungsunion der BRD am 01.07.1990 erfolgte die Gründung der Kapitalgesellschaft „TNI Thüringische Nadel GmbH“ durch die Treuhandgesellschaft. Daraufhin fanden Privatisierungsverhandlungen mit Vertretern führender Nadelbetriebe statt, die sich jedoch meistens nur für eine Produktgruppe interessierten oder aber einfach nur die Produktionsverfahren und Kundenlisten sehen wollten.


Einige Produktionsbereiche, die nicht zum Kerngeschäft gehörten, wurden auf Grund geringer Nachfrage schon Ende 1990 stillgelegt und das Hauptaugenmerk auf Nähmaschinennadeln, Nadeln für die Kämmereitechnik und chirurgische Nadeln gelegt.


Der Betrieb wurde von 1990 –1993 neu strukturiert und organisiert, was mit einem enormen Personalabbau verbunden war. Neue Märkte mussten erschlossen werden, um die alten zusammengebrochenen Vertriebswege zu kompensieren, was aber nicht von heute auf morgen geschehen konnte. Preiszugeständnisse als „ Neuling aus dem Osten “ standen auf der Tagesordnung, wollte man in einen festverteilten Markt eindringen.


Die dafür notwendige Zeit bekam TNI nicht und wirtschaftete 1994/1995 mit Verlusten. So entschloss sich die Helaba als Eigentümer den Betrieb abzuwickeln.


Nach der Liquidation der Thüringischen Nadel GmbH im Jahre 1996 und der Gründung der TNI Chirurgisches Nadelwerk GmbH mit Umzug in ein kleineres Gebäude der ehemaligen Nähmaschinennadelfertigung, entschloss sich die Gemeinde zum Kauf des Objektes, um den traditionsreichen Standort und das markante Fachwerkgebäude zu erhalten.


Ob als Thüringische Nadel – und Stahlwarenfabrik, Nadelwerk, Thüringische Nadel GmbH oder Chirurgisches Nadelwerk GmbH, immer wurden in Ichtershausen die vielfältigsten Nadeln hergestellt.  Stetig war die Entwicklung des Nadelwerkes untrennbar mit dem Ort verbunden.